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Das Fach-Symposium zum Thema Angst 20162016-12-22T13:06:50+00:00
Poster Angst Symposium 2016

IAK-Fach-Symposium zum Thema Angst, 24/25 Sept. 2016

Angst zwischen Wissenschaft und Spiritualität – aktuelle Strategien zum heilsamen Umgang

Angst betrifft uns alle. Herzklopfen, kaltschweißige Hände oder wacklige Knie? Angst fühlt sich für jeden von uns anders an, aber jeder kennt sie. Auch in der Begleitung von Menschen beobachten wir zunehmend das Phänomen der Angst. Doch was ist Angst? Ist sie real? Eine Illusion?

Es gibt eine nahezu unüberschaubare Fülle detaillierter Definitionen der Angst und Erklärungsansätzen, wie Angst entsteht. Ebenso groß ist das Angebot an Mitteln und Methoden im Umgang mit der Angst und die darauf basierende Literatur in der Spannbreite zwischen Wissenschaft und Spiritualität.

Angst haben scheint etwas Unwillkürliches zu sein, etwas das wir nicht, oder nur eingeschränkt, kontrollieren können. Ist sie angeboren? Oder können wir selbst entscheiden, aus welchem Grundgefühl heraus wir die Welt betrachten, durch welche Brille wir blicken? Wenn ja, auf welcher Ebene können wir eine Wahl treffen? Ist es möglich, dass wir bewusst zwischen angstbesetzten und liebevollen Gedanken wählen können?

Betrachten wir Angst und Liebe, so erkennen wir, dass Angst und Liebe nicht gleichzeitig erlebt werden können. Ist Angst demnach gleichbedeutend mit Abwesenheit von Liebe? Ist Liebe unsere wahre Wirklichkeit? Könnten wir unsere Dualität, unsere scheinbare Diskrepanz zwischen Innen und Außen, unser Getrenntfühlen vom Großen Ganzen besser ertragen, wenn wir die Angst loslassen und stattdessen unsere Erfahrungen im Bewusstsein der Liebe machen dürften?

Angst erfüllt aber auch eine wichtige Funktion als Schutzmechanismus, ebenso bildet sie die Basis für Antriebskraft und Entfaltungspotenzial. Ist es dann überhaupt sinnvoll, nach einer vollkommenen “Ent-Ängstigung” zu streben?

Dieses Symposium bietet Betroffenen, Therapeuten und Interessierten durch vielfältige Beiträge, Diskurse und Erfahrungsansätze wertvolle Orientierung zur Entzauberung der Angst. Kinesiologen bekommen zudem wertvolle, leicht anwendbare Tools, um an Ängsten zu arbeiten.

Gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Symposium-Team


SAMSTAG, 24. September 2016


10.00 Uhr Eröffnung

Schüler der Freiburger Schauspielschule. Anschließend Begrüßung durch Blandina Kalmbach und Ruben Degendorfer.

10.30 – 11.30 Uhr | Dr. Christian Firus

Wirf deine Angst in die Luft

Dr. Christian FirusAngst kann alles sein: Schutz, Antrieb, Störung – woran liegt das? Und wie können wir Ängste nutzen? Wie können wir trotz, durch und mit Ängsten ein erfülltes Leben führen? Ansätze aus der Salutogenese können uns bei der Antwort helfen.

In diesem Vortrag sollen aus psychosomatischer Sicht kurz die verschiedenen Angststörungen zur Sprache kommen. Im Besonderen geht Dr. Firus auf Traumata und die dadurch resultierenden möglichen seelischen Wunden ein. Ein Blick in die Neurobiologie hilft zu verstehen, was es mit traumatischen Ängsten auf sich hat. Gleichzeitig lernen wir daraus, was in der Begegnung mit ihnen hilft. Die Polyvagaltheorie von Steven Porges kann dazu einen geeigneten Beitrag leisten, zeigt sie doch zuletzt auf, dass Beziehungen und Liebe die wirksamsten Gegenspieler der Angst sind.

Entscheidend für jeden Umgang mit der Angst ist stets die Beziehung zu ihr und die können wir gestalten. Vielleicht können wir die Angst dann loslassen und in die Luft werfen!

Vita: Dr. Christian Firus ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Traumatherapie und Systemische Therapie) sowie Psychiatrie. Er ist Oberarzt in der Rehaklinik Glotterbad/Schwarzwald und Buchautor. Arbeitsschwerpunkte sind die Weiterentwicklung von traumatherapeutischen Arbeitsweisen in der Gruppe, die Behandlung von Depressionen und Burnout sowie die Förderung seelischer Gesundheit. Zusätzlich ist er in privater Praxis im heilhaus Freiburg tätig.

Zur Webseite von Dr. Christian Firus

12.00 – 13.00 Uhr | Silke Porath

Keine Panik vor der Panik

Silke PorathAls Silke Porath zum ersten Mal von Herzrasen und schwerer Atemnot heimgesucht wird, befürchtet sie einen Infarkt. Doch als sich die Attacken häufen, wird ihr klar, dass nicht ihr Körper die Ursache des Problems ist, sondern ihr Kopf – oder besser gesagt: Ein urzeitlicher Fluchtinstinkt, der bei ihr jederzeit meist völlig grundlose Panikattacken auslösen kann. Mit der Hilfe eines Therapeuten und einer Selbsthilfegruppe gelingt es ihr, sich Schritt für Schritt von der Angst zu lösen. Die Erfahrungen, die sie dabei gemacht hat, schildert sie in ihrem Buch.

Mit unterhaltsamen Ausflügen zu den geschichtlichen Ursprüngen des Angstreflexes und praktischen Tipps für den Alltag ist „Keine Panik vor der Panik!“ ein ermutigender Ratgeber für Betroffene, der zeigt: Die Panik ist kein Feind, sondern ein Verbündeter, der wachrüttelt und hilft, das eigene Leben bewusster und stressfreier zu gestalten.

Vita: Silke Porath, Jahrgang 1971, lebt mit ihrem französischen Mann in ihrer Heimatstadt Balingen. Sie leitet eine Selbsthilfegruppe für die Betroffenen von Panikattacken und gibt ihre eigenen Erfahrungen bei Lesungen weiter. Sie ist Mutter von drei Kindern, Redakteurin und hat bereits mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht.

Zur Webseite von Silke Porath

14.30 – 15.30 Uhr | Shifu Edson Vlijt

„Angst“ als Lebensbegleiter

Shifu Edson VlijtDie meisten von uns halten Angstgefühle für etwas Schreckliches und  wollen sie durch Vermeidung bekämpfen. Tatsächlich aber müssen wir lernen, unsere Angst Schritt für Schritt zu verstehen. Unverstandene Angst hat sehr vielfältige Wirkungen: Sie blockiert unsere geistigen Aktivitäten und beraubt uns wichtiger, kreativer Energien. Als Kampfkünstler versteht man, mit der Angst zu leben und die darin verborgenen Energien zu entfalten. Drei entscheidende Bereiche dafür sind Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung und Selbstführung. Von etwas geführt zu sein oder selbst zu führen ist ein entscheidender Unterschied. Wenn du dich nicht selbst führen kannst, wirst du von deinem Gegner geführt, und auch die Angst kann ein Gegner sein. Wenn ich wahrnehme, dass ein Gefühl dabei ist, die Führung über mich übernehmen zu wollen, dann kann ich mit den richtigen Impulsen rechtzeitig dagegen steuern. Aus dieser Selbstwahrnehmung erfolgt schließlich die Selbstregulierung, denn der Körper ist durch entsprechende Schulung dazu fähig, seine Reaktionsmechanismen zu ändern.

Vita: Edson Vlijt kam durch seine Kindheit in den Straßen von Curacao schon früh mit asiatischen Kampfsportarten in Berührung und schlug schließlich den Weg des traditionellen chinesischen Kung-Fu ein. Mit seiner Ernennung zum autorisierten Kampfkunstmeister 1979 begann er auch, sich mit traditioneller chinesischer Heilkunst zu beschäftigen. Seit einigen Jahren erweitert Vlijt seinen Erfahrungsschatz als Kampfkunstlehrer zusätzlich mit der westlichen Psychologie.

15.35 – 16.35 Uhr | Erich Keller

Das Angst-Drehbuch umschreiben

Erich KellerDie Hirnforschung zeigt uns: Heute können wir beobachten, wann und wo Angst entsteht, und dass neuronale Netzwerke die Grundlage unserer Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen sind. Je öfters diese wiederholt werden, desto ausgeprägter werden die Nervenverbindungen und möglicherweise ist der „Schutzschalter“ Amygdala auf „Angst ein“ eingestellt. So kann das Erleben von Angst und Panik mitunter lange Zeit und dauerhaft wiederholt werden. Ein Drehbuch ist geschrieben. Wenn die entsprechenden Netzwerke für Vertrauen, Zuversicht, Freude nicht bestehen, nicht im Drehbuch vorkommen, können sie auch nicht aktiviert werden. Was nicht da ist, kann ich nicht erfahren. Es ist dann auch kaum möglich, allein durch motivierende Gespräche in einen heiteren Zustand versetzt zu werden.

Neuronale Netzwerke können zwar nicht gelöscht, jedoch überschrieben werden, das Drehbuch um positive, angstfreie Szenen erweitert werden. Diese Überschreibung erfolgt durch das Bilden neuer Netzwerke, indem – zum Beispiel in der Anwendung von Imaginationen – positive Zustände wiederholt erlebt werden.

Die Drehbucharbeit beinhaltet Stressabbau und Umschreiben der Handlungen – eine sanfte Exposition und kognitive Veränderung der Selbst- oder auch Fremdwahrnehmung mittels IMAGINATION und der Methode NEURO-TUNING.

Vita: Eine heftige Angst- und Panikstörung weckte in Erich Keller das Interesse an der Psyche, dem Geist, der Seele, der Spiritualität. Das führte zu 6 Jahren Leben und Arbeiten in spirituellen Zentren der Individual- und Sozialtherapie und Meditation in Deutschland, USA und Indien. Es folgten Ausbildungen in humanistischer Psychotherapie, Coaching, Bewusstseinsentwicklung und transpersonaler Psychologie. Advaitaorientierte psychologische Beratung, EFT und das von ihm entwickelte NEURO-TUNING runden sein berufliches Profil ab.

Zur Webseite von Erich Keller

Erich Keller beim IAK

17.00 – 18.00 Uhr | Dr. Fred Christmann

Keine Panik! Ängste lassen sich bewältigen!

Dr. Fred ChristmannÄngste sind sehr verbreitet, obwohl wir heute in eher gesicherten Verhältnissen leben. Die wissenschaftliche Psychologie kann gute Hilfestellungen zum Verständnis und zur Veränderung von Ängsten anbieten: Welcher Umgang mit Angst ist angemessen und welche Methoden versprechen den besten Erfolg? Diese Erkenntnisse werden mittels PowerPoint Präsentation vermittelt, angereichert durch einen Kurzfilm, der die Lernvorgänge bei der Aufrechterhaltung von Ängsten zeigt. Mit Erläuterungen aus der Therapiepraxis und konkreten Anregungen für die Umsetzung der wichtigsten Bewältigungsschritte soll erreicht werden, dass niemand Angst vor Ängsten zu haben braucht und das Leben von kleinen und großen Angstbetroffenen (wieder) gelingt!

Vita: Dr. Fred Christmann ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Bis vor vier Jahren Leiter des staatlich anerkannten Ausbildungsinstituts für Verhaltenstherapie in Stuttgart. Seither unterstützt er die gemeinnützige Stiftung Psyche, die in Stuttgart eine einzigartige Ausstellung zu wissenschaftlichen Experimenten der Psychologie zeigt: www.stiftung-psyche.de. 2015 hat er im Schattauer Verlag das Buch „Keine Angst vor Ängsten“ veröffentlicht.


Ab 18.00 Uhr haben Sie die Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit einigen der Referenten bei einem Glas alkoholfreien Sekt und Snacks


19.30 – ca. 21.00 Uhr | Klaus Jürgen Becker (Assistenz: Sabine Becker)

Die Reise des Glückskinds – von der Angst zur Lebensfreude

Klaus Jürgen Becker

Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens
Prinzessinnen, die nur darauf warten,
uns einmal schön und mutig zu sehen.
Vielleicht ist das Schreckliche im tiefsten Grunde
das Hilflose, das von uns Hilfe will.”

(R. M. Rilke, Briefe an einen jungen Dichter)

Es gibt eine alles umsorgende universelle Kraft, die wie eine alles umsorgende Matrix in tiefer Fürsorge für jeden  Einzelnen von uns verfügbar ist.  Dieses Geborgensein innerhalb der Einen Kraft ist erlebbar in dem Maße, in dem es gelingt, den inneren Ort „jenseits von Angst“ zu entdecken und aus ihm heraus zu leben.

Vita: Klaus Jürgen Becker (*1956) war Diplom Finanzwirt F. H. und Vertriebsleiter eines Großunternehmens, als er sich entschied, seiner Berufung – und auch seinen Ängsten – zu begegnen: Er wurde „diplomierter Lebensberater“, Seminarleiter, Buchautor. Durch Osho kam er in Kontakt mit einem Bewusstsein „jenseits von Angst“: Wenn der Mind (1), beginnt zu schweigen, wird die Präsenz des wahren Selbst spürbar.

Der Vortrag enthält Elemente aus dem Buch „Vom Jüngling zum Mann: Märchendeutung: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (2) und zeigt Wege im Umgang mit der Angst auf. Eigene Erfahrungen, Meditationen und Übungen mit den Teilnehmern runden den Vortrag ab.

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(1) Mind = englischer (Sammel-) Begriff für Geist, Verstand, Gemüt, Kopf

(2) Klaus Jürgen Becker, Vom Jüngling zum Mann (Hauptbuch und Arbeitsbuch), RiWei-Verlag, Hainsacker


SONNTAG, 25. September 2016


8.30 – 9.25 Uhr | Waltraud Gauglitz

Mein Weg aus der Angst

Waltraud GauglitzWaltraud Gauglitz litt von ihrem 20. – 35. Lebensjahr unter schwersten Panikattacken und einer Herzneurose inklusive starker Hypochondrie. Was auch immer nach Hilfe aussah, hat sie probiert. Sie war Dauergast bei Ärzten.

Als sie als austherapiert galt, war sie gezwungen selbst nach einem Weg zu suchen und es gelang ihr, sich stückweise und beständig aus der Angst zu befreien. Während ihres Vortrags lässt sie uns an ihren persönlichen Entdeckungen auf ihrem Weg aus der Angst teilhaben und erläutert das Prinzip ihrer Herangehensweise.

„Angst entsteht immer dann, wenn der Mensch etwas glaubt, was nicht wahr ist, wenn er gegen sich selbst lebt, wenn er nicht weiß, was er wirklich ist und sich mit dem Ich/Ego identifiziert. Unser Selbst, das was wir wirklich sind, kennt keine Angst. Angst entsteht immer im Kopf aber man kann ein Problem nicht auf der gleichen Ebene bekämpfen auf der es existiert.

Ich selbst verlor am Ende meines Weges sogar die Angst vor dem Tod, die eigentlich hinter meinen Ängsten saß und mit der ich  mich nicht konfrontieren konnte, da man nicht probehalber sterben kann. Stattdessen machte ich die Erfahrung, dass dann wenn alles losgelassen wird, sogar noch das Ich, nur noch  eins übrig bleibt – Liebe. Diese Liebe ist anders als das, was wir allgemein als Liebe bezeichnen. Sie ist kein Gefühl, sie ist ein Zustand. Man muss Menschen sanft und ohne Druck zu sich selbst führen und in der Regel werden dann auch sehr schnell große Fortschritte erreicht.“

Vita: Waltraud Gauglitz ist medizinische Fachangestellte, psychologische Beraterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie begleitet Menschen in persönlichen und sozialen Konflikten. Aufgrund Ihres eigenen Lebenswegs ist ihr Spezialgebiet die Begleitung bei Angst und Panik.

Zur Webseite von Waltraud Gauglitz

9.30 – 10.30 Uhr | Uwe Albrecht

Angst – die Entkopplung von uns selbst

Uwe AlbrechtAngst ist die Entkopplung von uns selbst. Sie ist weder gesund noch sollte sie Treibkraft irgendeiner menschlichen oder gesellschaftlichen Entwicklung sein. Und doch ist sie fast immer genau diese Triebkraft. Leben ohne Angst ist möglich. Es ist wunderschön, leicht, liebevoll, kreativ und erfolgreich.

Ein Vortrag zu den Ursachen der Angst und Wegen aus der Angst aus energetischer und philosophischer Sicht und vor allem – sehr praktisch.

Vita: Uwe Albrecht – Arzt, Forscher, Philosoph, Vater einiger Kinder und vom Heilsystem Innerwise.

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Uwe Albrecht beim IAK

11.00 – 11.55 Uhr | Anne Denk

Die Angst, nicht (gut) genug zu sein

Anne DenkNicht attraktiv genug, nicht intelligent genug, nicht widerstandsfähig genug, nicht sensibel genug – solche Listen unbewusster und bewusster Glaubenssätze sind häufig Ursache für ein niedriges Selbstwertgefühl. Nicht die gefürchtete Kritik von außen, sondern automatisierte Selbstkritik lässt unser Stresslevel meist in die Höhe schnellen.

Die gute Nachricht ist: Ein gesundes Selbstwertgefühl kann entwickelt und gelernt werden.

In diesem Vortrag beleuchtet die Psychologin Anne Denk Ursachen für die Angst, nicht (gut) genug zu sein und zeigt Wege zu einem gesunden Selbstwertgefühl auf.

Vita: Anne Denk ist Psychologin und Psychotherapeutin. Neben ihrer psychotherapeutischen Arbeit und Ihrer Spezialisierung in EMDR und Hypnotherapie coacht Sie Frauen zum Thema Selbstwert.

Zur Webseite von Anne Denk

11.55 – 12.50 Uhr | Doris Iding

Die Angst, der Buddha und ich

Doris IdingDoris Iding brach mit ihrem Buch „Die Angst, der Buddha und ich“ ein Tabu in der spirituellen Szene. Die erfolgreiche Journalistin, die seit vielen Jahren über Themen rund um das Thema Buddhismus, Yoga und Spiritualität schreibt, ist selbst von einer generalisierten Angststörung betroffen. In ihrem Buch beschreibt sie, dass man meditieren kann und eine Angststörung bekommen kann, dass man Yoga machen kann und trotzdem nicht alles gut wird.

In ihrem Vortrag beschreibt sie, wie Psychotherapie und Spiritualität voneinander profitieren können, um Angststörungen ganzheitlich und umfassend zu begegnen.

Vita: Doris Iding hat zahlreiche Bücher zum Thema Achtsamkeit, Meditation und Yoga geschrieben. 15 ihrer Bücher wurden in anderen Sprachen übersetzt. Sie arbeitet als Journalistin, Buchautorin, Seminarleiterin und Achtsamkeitslehrerin im In- und Ausland.

Zur Webseite von Doris Iding

14.15 – 15.15 Uhr | Dr. Sabine Gapp-Bauß

Angst in der heutigen Zeit – neurobiologische Hintergründe und praktische Strategien

Dr. Sabine Gapp-BaußIn einer Welt, in der sich die Innovationsspirale immer schneller dreht, gibt es vielfältige Anlässe zur Verunsicherung des Einzelnen und ganzer Bevölkerungsgruppen. In diesem Vortrag möchte Frau Dr. Gapp-Bauß das Empfinden von Angst auf der individuellen, aber auch auf der gesellschaftlichen Ebene ansprechen. Nicht immer und nicht in gleicher Weise haben wir Empfindungen von Angst – aus aktuellen Anlässen oder unterschwellig. Warum das so ist, soll anhand neurobiologischer Erkenntnisse verständlich werden. Insbesondere bei seelischen Störungen ist die Schwelle zur Empfindung von Angst deutlich herabgesetzt. Die eigenen Ressourcen sind hier sehr entscheidend.

Außerdem soll zur Sprache kommen, in welcher Form jeder Einzelne in heilsamer Form mit der eigenen, aber auch mit der Angst anderer umgehen kann und wie wir die nachfolgende Generation unterstützen können, um in adäquater Weise mit sich und dem Leben umzugehen.

Vita: Dr. med. Sabine Gapp-Bauß ist Ärztin für Naturheilverfahren, Sachbuchautorin und Hypnosetherapeutin in Bremen. Als Expertin für Stress- und Selbstmanagement ist sie insbesondere in der Lehrerfortbildung gefragt.

Aus ihren Erfahrungen in der eigenen Praxis mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen entwickelte sie ein pragmatisches Stressbewältigungskonzept, das in ihren Büchern „Stressmanagement. Zu sich kommen statt außer sich geraten“ sowie „Stressmanagement. Das Übungsbuch Woche für Woche“ seinen Niederschlag fand.

Als Hypnosetherapeutin kam sie zunehmend in Kontakt mit Menschen, die seit Jahren vergeblich versucht hatten, aus ihren chronischen Depressionen, aus chronischer Erschöpfung, Angst und Panik und posttraumatischen Zuständen herauszukommen. Dies inspirierte sie dazu, ein fundiertes und leicht verständliches Selbsthilfekonzept zu entwickeln, das 2015 in ihrem Buch „Depression und Burn-out überwinden. Ihr roter Faden aus der Krise. Die wirksamsten Selbsthilfestrategien“ veröffentlicht wurde und bereits in der 2. Auflage erschienen ist.

Zur Webseite von Dr. med. Sabine Gapp-Bauß

Dr. med. Sabine Gapp-Bauß beim IAK

Anschließend Plenum mit den Referenten. Abschluss / Ende ca. 16.00 Uhr.

Stände im Foyer, Rahmenprogramm

Sie werden Gelegenheit haben, eine Balance von Victoria Ulbrich oder eine Gesichts- oder Rückenmassage von Sandra Merkle zum Symposium-Thema zu erhalten.

Autoren signieren im Foyer am VAK-Buchstand.

Programmübersicht

Samstag, 24. Sept.

10.00 Uhr            Eröffnung – Schüler der Freiburger Schauspielschule. Anschließend Begrüßung durch Blandina Kalmbach und Ruben Degendorfer.

10.30-11.30        Dr. Christian Firus, Vortrag “Wirf deine Angst in die Luft”

12.00-13.00        Silke Porath, Vortrag “Keine Panik vor der Panik”

13.00-14.30        Mittag

14.30-15.30        Shifu Edson Vlijt, Vortrag

15.35-16.35        Erich Keller, Vortrag “Das Angst-Drehbuch umschreiben”

17.00-18.00        Dr. Fred Christmann, Vortrag “Keine Panik! Ängste lassen sich bewältigen!”

ab 18.00               Sie haben die Gelegenheit zum Austauch untereinander und mit einigen der Referenten bei einem Glas alkoholfreien Sekt und Snacks

19.30-ca. 21.00  Klaus Jürgen Becker (Assistenz: Sabine Becker), Vortrag “Die Reise des Glückskinds – von der Angst zur Lebensfreude”

Sonntag, 25. Sept.

8.30-9.25             Waltraud Gauglitz, Vortrag “Mein Weg aus der Angst”

9.30-10.30           Uwe Albrecht, Vortrag “Angst – die Entkopplung von uns selbst”

11.00-ca.11.55   Anne Denk, Vortrag “Die Angst, nicht (gut) genug zu sein”

11.55-12.50        Doris Iding, Vortrag “Die Angst, der Buddha und ich”

12.50-14.15        Mittag

14.15-15.15        Dr. Sabine Gapp-Bauß, Vortrag “Angst in der heutigen Zeit –neurobiologische Hintergründe und praktische Strategien”

15.15 Uhr            Plenum mit den Referenten. Abschluss / Ende ca. 16.00 Uhr