Freiburger Kinesiologietage 1992

KINESIOLOGIE KONGRESS 1992

Vorwort

Vor zehn Jahren wurde das Institut für Angewandte Kinesiologie Freiburg gegründet. Es ist mir eine besondere Freude, mit den hier in Kurzfassung vorliegenden Vorträgen des 1. Kongresses für Angewandte Kinesiologie in Deutschland eine aufschlußreiche Form des Feedbacks unserer Arbeit vorstellen zu dürfen. Das breite Spektrum der Themen dokumentiert die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Angewandten Kinesiologie und gleichzeitig ihre (bisher erreichte) Verbreitung im deutschsprachigen Raum. Dafür sei allen Vortragenden herzlich gedankt.

Dieser Kongreß soll ein Forum sein für den Austausch neuer Ideen und Erfahrungen innerhalb der "Kinesiologenwelt". Zum anderen soll er Gelegenheit bieten, die Angewandte Kinesiologie einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen. Diese beiden Zielsetzungen gehören auch zum Selbstverständnis der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie e. V., die sich mit dieser Veranstaltung zum ersten Mal öffentlich vorstellt.

Es bleibt zu wünschen, daß es uns gelingt, die Angewandte Kinesiologie auf diesem Wege als eine andere Form von Therapie darzustellen: eine Therapie, die von mündigen Patienten oder Klienten ausgeht und die deren Mündigkeit fördert; eine Behandlungsform , deren erklärtes Ziel es ist, "Behandlung" immer mehr in Begleitung oder Unterstützung zu transformieren, - mit der Hoffnung, nicht nur immer mehr mündige Patienten zu gewinnen, sondern auch zur Entwicklung der Gesellschaft in Richtung auf mehr Mündigkeit beizutragen. In Anlehnung an einen Satz, den ich während der Vorstellung einer chinesischen Artistengruppe hörte, möchte ich schließen mit den Worten:

"Möge uns diese Übung gelingen!"

Matthias Lesch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie e. V.

Grußwort

anläßlich des 1. Kongresses für Angewandte Kinesiologie, Oktober 1992

Wir leben in einer Zeit tiefgreifenden Wandels, von dem auch die Medizin nicht unberührt blieb.

Glaubte man noch bis zur Mitte dieses Jahrhunderts, daß die moderne Wissenschaft bald die meisten Krankheiten besiegen würde, so macht sich seit einigen Jahrzehnten eine zunehmende Enttäuschung breit. Zwar wurde die Diagnostik durch chemische Analysen und bildgebende Verfahren verfeinert, feiert die Chirurgie immer neue Triumphe, bekommt man die Psychosen besser in den Griff als je zuvor, stirbt man nicht mehr an Lungenentzündung - aber die am meisten verbreiteten chronischen Krankheiten quälen die Menschen nach wir vor. Krebs, Rheuma, Allergien, Multiple Sklerose, Parkinson, Hautkrankheiten, Herz- und Gefäßkrankheiten bleiben ein ungelöstes Problem. Die von der Schulmedizin entwickelten Medikamente sind größtenteils von erheblichen Nebenwirkungen begleitet, so daß immer mehr Menschen die Einnahme verweigern und Arzneimittel im Wert von Milliarden DM auf dem Abfall landen.

Parallel zu dieser Entwicklung lief eine andere Bewegung: nämlich das erwachende Selbstverantwortungsgefühl der Menschen für die eigene Gesundheit.

Aus dem passiven Patienten, der gläubig zum Arzt aufschaute, ist eine Persönlichkeit geworden, die einerseits kritisch vieles hinterfragt, andererseits aber auch bereit ist, selbst aktiv und schöpferisch an der physischen und psychischen Gesundheit mitzuwirken. Der Patient wurde zum Partner des Arztes. Vielleicht manchmal unbequem, aber gleichzeitig auch anregend.

Im Sog dieser Entwicklung gewannen die alten Naturheilverfahren wieder eine zunehmende Bedeutung, stieg die Akzeptanz der Homöopathie, der Akupunktur, der Akupressur, der Wasser- und der Heilpflanzentherapie.

Neue, auf energetischen Prinzipien beruhende Therapieformen wurden entwickelt, wie zum Beispiel die Bioresonanz-Therapie und in jüngster Zeit die Kinesiologie. Dieser frischeste Zweig am Baum der Naturheilkunde erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit, wenn auch leider die offizielle Medizin Europas ihr bisher kaum Beachtung schenkte.

Um so mehr breitete sie sich in der Bevölkerung aus. Volkshochschulen, Familienbildungsstätten, soziale Einrichtungen boten Kurse in der Angewandten Kinesiologie (AK) an. Besonders Pädagogen sowie Eltern und Betreuer von Behinderten interessierten sich zunehmend für die neue Methode. Ihre erstaunlichen Berichte, zum Teil in Buchform ("Kati lernt hören"), erreichen allmählich auch Ärzte, die - zwar vereinzelt - sich bemühen, das fremde Gebiet kennenzulernen, um es in der Praxis anzuwenden.

Ich persönlich gehöre zu diesem kleinen Kreis und habe den Eindruck gewonnen, daß hier ein riesiges Gebiet darauf wartet, von uns Ärzten beackert zu werden. Es erinnert mich in vieler Hinsicht an die Homöopathie, denn

  • Beobachtungen und Erfahrungen sind die Grundpfeiler;
  • jeder Patient wird als Individuum, als Ganzheit, gesehen und die Therapie jeweils seiner derzeitigen Situation angepaßt;
  • die Methode muß vom Patienten bzw. seinem Betreuer verstanden und von ihm nachvollzogen werden; ohne seine Mitarbeit geht es nicht;
  • Körper, Geist und Seele können gleichermaßen durch die Behandlung beeinflußt werden.

Es wäre sehr zu wünschen, daß die AK Einzug hält in unsere Hochschulen, denn sie kann eine wertvolle Ergänzung der bisher angewandten Heilverfahren sein.

Dr. med. Veronica Carstens,
Vorstandsvorsitzende der Fördergemeinschaft NATUR und MEDIZIN (Am Michaelshof 6, 5300 Bonn 2)

Inhalt

Schalte deine Sinne an
Rosmarie Sonderegger Studer, CH-Zürich

Entwicklungskinesiologie
Angelika Stiller, Bielefeld / Renate Wennekes, Neuenkirchen-Vörden

Die Achsen des Lernens
Bertina Mittendorff, Hamburg

Schmerz-Reduktion
Judith Schäffer, CH-Basel

Der Einfluß von "Sommersmog" auf Verhalten, Lernfähigkeit und Immunsystem unserer Kinder
Dr. Hartmut Kühl, Reutlingen

Die Pilzschwemme
Else Schmauz, Stuttgart

Issues in Partnership
David Fuerstenau / Patti Steurer, Colorado, USA

Touch For Health-Muskel-Tanz-Kassette
Richard Hamre, CH-Basel

Was sagt uns der Körper?
Mirjam Kirchhoff-Cleff, München

Your Diaphragm
Frank Mahony, California, USA

Die Anwendung kinesiologischer Methoden bei typischen Sängerproblemen
Dr. Rosina Sonnenschmidt, Schöntal

Die Energie des Musikers und die Kinesiologie
Harald Knauss, Untergruppenbach

Atemreflex-Tiefenbalance
Ingeborg Knapp, E-Tenerife

Kinesiologie und ihre Anwendung auf die Sing- und Sprechstimme
Prof. Swaantje Weimer, Bonndorf

Der Einsatz kinesiologischer Methoden in der Stottertherapie
Hubert Sünnemann, Hamburg

Selbstkorrekturschema
Alexander Reichl, Neumarkt

Kinesiologie - Legasthenie - Binaurale Fusion
Fred Warnke, Wedemark

Kinesiologie, Paradigmenwechsel, Global Brain und Flow
Dr. Hans Hein, Emmerke

Symbol- und Farb-Energetik
Gertrude Pflug, Hanau

Die Qualität der therapeutischen Persönlichkeit
Eveline Hafner, CH-Allschwil

Einführung in die Lithotherapie IUG mit 3 Elementen
Michael Jatho, Emmendingen

Die Anwendung der Edelsteine im Heilbereich
Dr. Robert Frost, Tübingen

Harmonisieren mit Entspannung
Margriet de Wild, CH-Basel

Sehtraining und Touch For Health
Christiane Wolfes, Berlin

Gesamtkinesiologie
Leon Susswein, B-Brüssel

Macht und Magie in der psychologischen Kinesiologie
Petra Wagner, Karlsbad

Hürden und Sprünge (Numerologie - Kinesiologie)
Helga Meier, Bietigheim-Bissingen

Syntuition (oder die Synergie von Kinesiologie, NLP und mentalem Heilen)
Bernd Isert, Freiburg / Berlin

Klangtherapie, Arbeiten mit heilenden Klängen
Ingo Steinbach, Hamm

Liebe und Lymphstau in der Brust
Norbert Bauer, A-Wien

Pilzerkrankungen, Candida albicans und die Balance mittels CIB
Gabriele Lehner, A-Wien

Sacroiliocraniomandibuläre Disorder
Dr. Wolfgang Stute, Bielefeld

Überkreuz-Bahnung und Nystagmus-Korrektur bei Allergien und Phobien
Dr. Karin Friedrich / Dr. Rüdiger Sprung, Göttingen

Energieblockierende Denkmuster in Verbindung mit den Motivationskarten
Marie-Therese Kamm, CH-Rütihof-Baden

Akupressur-Haltepunkte
Bernhard Studer, CH-Zürich

Identifying Personality Traits
Andrew Verity, Box Hill, Australia

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Kursort Kirchzarten:
Dietenbacher Straße 22
79199 Kirchzarten

Hinweis: Die Kongressmanuale ab 1996 können gegen EUR 25,- zuzügl. Porto bei uns bestellt werden.
Bitte wenden Sie sich an Frau Zühlsdorf:



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